Ökologie der einheimischen Eichenarten

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Obwohl Stiel-, Tauben- und Flaumeiche genetisch miteinander in Kontakt stehen, verfügen alle drei Arten über spezifische Standortsansprüche und ein unterschiedliches ökologisches Verhalten. Die Traubeneiche bevorzugt durchlässige, frische bis trockene Böden, während die Stieleiche oft auf tiefgründigen, tonreichen und gut wasserversorgten Böden wächst und auch auf feuchten bis nassen, zeitweilig überfluteten Standorten vorkommt (z.B. im Auenwald). Die Flaumeiche besiedelt nördlich der Alpen, in den Zentralalpen und über weite Teile der Südalpen v.a. extrem trockene, flachgründige Kalk-Standorte und kommt hauptsächlich an südexponierten Hängen vor. Die ökologischen Präferenzen der Eichenarten führen allerdings nicht zu einer vollständigen räumlichen Trennung der Arten. Entsprechend dem in der Schweiz oftmals sehr feinen Standortsmosaik kommen Stiel- und Traubeneiche an vielen Orten gemeinsam vor; manchmal sogar zusammen mit der Flaumeiche.

Tabelle: Die ökologischen Ansprüche der drei wichtigsten Eichenarten in der Schweiz.

 

Quellen Tabelle:

 

ETH-ZÜRICH, 2002: Mitteleuropäische Waldbaumarten. Artbeschreibung und Ökologie unter besonderer Be-rücksichtigung der Schweiz. Unveröffentlicht. Professur für Waldbau, Professur für Forstschutz und Dendro-logie. Eidg. Technische Hochschule Zürich

 

BALTISBERGER, M.; CONRADIN, C.; FREY, D.; RUDOW, A., 2012: eBot. Version 5.0.2013. Institut für Integrative Biologie und Institut für Terrestrische Ökosysteme, ETH Zürich, Zürich